FAQ – Frequently Asked Questions

Häufige Fragen & Antworten zum Projekt

Nach erfolgreichen Umsetzungen in Berlin und Hamburg findet das Projekt 2026 zum zweiten Mal in Magdeburg statt. Der Durchführungsort wechselt in der Regel im Zwei-Jahres-Rhythmus und wird in enger Abstimmung mit dem Mittelgeber – dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend – ausgewählt.

Zu Beginn eines Projektjahres informiert die Deutsche Gesellschaft e. V. die Schulen in dem jeweiligen Durchführungsort per E-Mail über das Vorhaben. Interessierte Schulen können daraufhin ihr Interesse an einer Teilnahme bekunden. Unabhängig davon besteht jederzeit die Möglichkeit, sich direkt an die Deutsche Gesellschaft e. V. zu wenden.

Die konkrete Teilnahme wird anschließend im persönlichen Austausch abgestimmt. Dabei wird unter anderem besprochen, ob sich Stolpersteine im näheren Umfeld befinden und wie sich das Projekt vor Ort sinnvoll umsetzen lässt.

Jede Projektumsetzung gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Termine:

Termin 1 (ca. 180 Minuten):
In einem interaktiven Workshop setzen sich die Jugendlichen mit der nationalsozialistischen Ideologie sowie mit der Unterdrückung, Verfolgung und Ermordung verschiedener Bevölkerungsgruppen im Nationalsozialismus auseinander.

Termin 2 (ca. 90 Minuten):
Die Jugendlichen recherchieren die Biografien der Menschen, an die die Stolpersteine in der Umgebung der Schule erinnern und bereiten einen Kurzvortrag vor.

Termin 3 (ca. 90 – 120 Minuten):
Der dritte Termin bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Vorträge im Rahmen eines “Probe-Spaziergangs” vor Ort zu üben und dient somit als Generalprobe für den öffentlichen Spaziergang.

Termin 4 (ca. 90 Minuten):
Den Abschluss bildet der öffentliche „Stolperstein-Spaziergang“. Dabei führen die Jugendlichen Eltern, Freunde und weitere Interessierte entlang der gemeinsam entwickelten Route und stellen ihre Rechercheergebnisse vor.

Stolpersteine in der Nähe der Schule sind sehr wünschenswert. Ein zentraler Gedanke des Projekts besteht darin, dass die Jugendlichen die Geschichte ihrer Nachbarschaft entdecken und historische Zeugnisse in ihrer Umgebung bewusst wahrnehmen. Gerade darin liegt ein besonderer Lerneffekt.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren.

Die Jugendlichen arbeiten in Kleingruppen zu einzelnen Stolpersteinen und den dazugehörigen Biografien. Aufgrund des zeitlichen Rahmens greifen sie dabei auf bereits recherchierte und aufbereitete Informationen zurück; eine eigenständige Archivarbeit ist nicht vorgesehen.

Auf dieser Grundlage erarbeiten sie einen Kurzvortrag von etwa fünf Minuten. Zudem verfassen sie einen kurzen Text und recherchieren historisches Bildmaterial, das gemeinsam in einer Broschüre veröffentlicht wird.

Am öffentlichen Stolperstein-Spaziergang können Lehrkräfte, Eltern, Freundinnen und Freunde der Teilnehmenden sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Außerdem werden Vertreterinnen und Vertreter aus Lokalmedien, Lokalpolitik und weiteren öffentlichen Einrichtungen eingeladen.

Neben dem öffentlichen Stolperstein-Spaziergang, der den Kern des Projekts bildet, dokumentiert eine Broschüre und die Projektwebseite die Rechercheergebnisse der Teilnehmenden.

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